DARKNETguide

Anonymität im Internet

Das Darknet

darknet

Darknet, Deep Web, Hidden Web, Invisible Web, Visible Web, Surface Web – Begriffserklärungen

Immer häufiger liest man in den Medien vom Darknet. Meist geht es in den Berichten um Kriminelle, die über das Darknet Handel mit Drogen (Silkroad), Waffen, geklauten Kreditkarten, gefälschten Ausweisdokumenten oder auch Videos mit kinderpornografischen Inhalten betreiben. Doch woher kommt der Begriff Darknet? Was hat es mit Auftragsmördern im Internet auf sich? Wie bekommt man Zugang zum Darknet? Ist das Darknet wirklich ein so schlimmer, gesetzloser Ort oder sollten sich „normale“ Bürger mehr im Darknet bewegen? Was haben die National Security Agency (NSA) und andere Geheimdienste mit dem Darknet zu tun?
Das sind nur ein paar Fragen, auf die ich auf DARKNETguide eingehen werde.

Das Deep Web - Eine versteckte Parallelwelt, die nach Schätzungen verschiedener Quellen um ein Vielfaches größer ist als das uns bekannte Internet (das Surface Web).


Das Deep Web (auch Hidden Web oder Invisible Web genannt) ist der Teil vom Internet, der im Gegensatz zu dem allgemein bekannten Internet nicht über herkömmliche Suchmaschinen erreichbar ist. Das Deep Web besteht zu einem großen Teil aus themenspezifischen Datenbanken. Die Datenmenge des Deep Web soll laut laut einer Studie von BrightPlanet (http://www.brightplanet.com - Bergmann 2001) etwa 400-550-mal größer sein als das sichtbare Internet. Angaben über die tatsächliche Größe des Deep Web sind mit Vorsicht zu genießen und schwanken, je nach Quelle, enorm. Durch Redundanz aus Bibliothekskatalogen und Datensammlungen verschiedener Einrichtungen (allein die Daten der NASA betragen mehrere 100 Terabyte) sind genaue Angaben dazu schwer einzuschätzen.

„Das Deep Web […] ist ein schwindelerregendes vollständiges Bild des menschlichen Geistes in unserem Jahrhundert.“

Wichtig ist es zu verstehen, dass das Deep Web viel größer ist als das Visible Web und dass man unter dem Deep Web nur den Teil versteht, der von Suchmaschinen aus verschiedenen Gründen nicht indexiert wird. Einen großen Teil machen Datenbanken aus. Es werden aber auch auf ganz normalen Websites im Internet die Suchmaschinen auf bestimmten Seiten (Index, Kontakt, Datenschutz) durch die robot.txt (eine Textdatei, die unter anderem den Suchmaschinen zeigt, welche Seiten zu indexieren sind) ausgeschlossen und damit nicht indexiert. Berichte über Auftragsmörder oder den Drogenkauf im Internet werden zu Unrecht in den Medien direkt mit dem Deep Web in Verbindung gebracht.

Das Darknet – Ein Begriff aus der Informatik, der heutzutage umgangssprachlich für ein anonymes Internet steht.

Darknet (Dunkles Netz) ist ein Begriff aus der Informatik, der ein Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk beschreibt, über das die User im Gegensatz zu einem herkömmlichen Peer-to-Peer-Netzwerk, bei dem die Verbindungen automatisch und willkürlich hergestellt werden, ihre Verbindungen manuell herstellen müssen. Die User müssen also eingeladen und akzeptiert werden, bzw. eine kryptische Webadresse kennen, um auf das Darknet zugreifen zu können. Die Daten werden im Darknet verschlüsselt übertragen. Suchmaschinen und Außenstehende haben keinen Einblick in das Darknet.

Umgangssprachlich steht das Darknet heute aber auch für andere Techniken, sich verschlüsselt und unerkannt über das Internet auszutauschen. Man kann das Darknet auch als einen kleinen Teil vom Deep Web sehen. Das Darknet, so wie ich es im Folgenden behandle, steht also für Anonymität im Internet.

DARKNETguide – Anonymität im Internet

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Joseph Snowden und der darauf folgenden NSA-Affäre (Globale Überwachungs- und Spionageaffäre) ist klar, dass die NSA die Telekommunikation und das Internet Global und verdachtsunabhängig überwacht. Die gesammelten Daten werden auf Vorrat gespeichert. Die NSA hat das weltgrößte Archiv für digitale Daten! Begründet wird das mit der Vorbeugung gegen terroristische Anschläge. E-Mails, Suchanfragen, Chats, Smartphones ...usw. können von der NSA eingesehen werden. Das Visible Web (Sichtbare Web) ist also kein Ort, um über persönliche Angelegenheiten zu kommunizieren.

Auf DARKNETguide versuche ich Lösungen zu finden, die es Außenstehenden zumindest erschweren, mitzulesen. Sich mit der Materie auseinanderzusetzen, halte ich für wichtig.

Leider ist es so, dass ein Teil unserer Gesellschaft das anonyme Internet dazu nutzt, illegalen Geschäften oder absurden Tätigkeiten nachzugehen. Rund 3.000-mal pro Monat wird im deutschsprachigen Raum auf einer bekannten Suchmaschine nach Auftragskillern gesucht. Daneben gibt es viele Suchanfragen zum Drogenkauf im Internet. Das ist die dunkle Seite vom Darknet.

Es gibt aber auch Dissidenten und Journalisten, die auf eine anonyme Kommunikation angewiesen sind und Leute, die einfach Wert auf ihre Privatsphäre legen. Und genau hier will DARKNETguide helfen.


Sicheres Surfen im Darknet – Der Tor-Client

Der bekannteste Browser für verschlüsseltes und anonymes Surfen im Internet dürfte der Tor Browser sein. Die Installation auf allen gängigen Betriebssystemen ist einfach und schnell durchgeführt. Neben dem anonymen Surfen im Surface Web ermöglicht der Tor Browser auch das Surfen im Darknet. Über kryptische Webadressen bekommt man so Zugriff auf Webseiten, auf die man mit einem herkömmlichen Browser keinen Zugriff erhält.

Alles über die Installation des Tor-Client und weitere Informationen über das Darknet findet ihr unter folgendem Link.

Der Tor Browser


Tails – Eines der sichersten Betriebssysteme

Wer den Tor-Client auf seinem normalen Betriebssysten installiert hat, ist relativ sicher und halbwegs anonym im Surface Web unterwegs. Wer tiefer in das Darknet einsteigen will, sollte sich aber Tails installieren. Im Darknet „infiziert“ man seinen Computer schnell mit einem Virus oder Trojaner. Außerdem können Programme und Hintergrundprozesse auf dem normalen Betriebssystem auf die Identität des Users hinweisen.

Tails ist ein kleines Betriebssystem, das sich auf einer DVD, einem USB-Stick oder einer Speicherkarte installieren lässt. Der heimische PC lässt sich so von einem Datenträger aus starten. Das normale Betriebssystem bleibt sauber und es kann nicht von außen auf andere Programme auf dem System zugegriffen werden.

Eine ausführliche Installationsanleitung und weitere Informationen über Tails gibt es unter folgendem Link.

Das Tails Betriebssystem


PGP - E-Mails verschlüsseln

Das Versenden von E-Mails gleicht dem Versenden von Postkarten. Urlaubsgrüße kann man ohne Bedenken als E-Mail versenden. Private Nachrichten und geschäftliche E-Mails sollten aber verschlüsselt werden, wenn man nicht möchte, das Provider und Behörden mitlesen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, E-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche ein System zu erklären und führe sie durch die Installation der dafür nötigen Programme.

Wie sie E-Mails sicher durch das Darknet schicken, erfahren sie unter folgendem Link.

E-Mail Verschlüsselung über PGP



Ich hoffe, dass ich ihnen auf dieser Seite einen kurzen Überblick über das Darknet verschaffen konnte. Sollten sie zu einzelnen Aussagen anderer Meinung sein, da sie vielleicht mehr Erfahrung und Wissen auf dem Gebiet der Informatik haben als ich, so würde ich mich über konstruktive Kritik freuen. Weitere Informationen und Erfahrungsberichte über das Deep Web und das Darknet folgen in Kürze.


Über DARKNETguide

Spätestens seit der NSA-Affäre ist klar, dass das Internet zunehmend überwacht wird. Vor allem in den USA und in Großbritanien werden die Metadaten der Bürger aufgezeichnet.

Ihre Interessen und ihr Surfverhalten können ohne großen Aufwand über Suchanfragen, E-Mails, soziale Netzwerke, Videoportale und sogar über ihr Smartphone gesammelt werden. Über ihre Bankdaten (Kreditkarte / Online-Shopping)) oder ihre IP-Adresse sind die Daten eindeutig auf sie zurückzuführen. Im schlimmsten Fall werden diese Daten über einen langen Zeitraum in den Datenbanken der Geheimdienste gespeichert.


Ich bin kein IT-Experte aber ich versuche, Möglichkeiten zu finden, anonymer im Internet unterwegs zu sein. Eine Möglichkeit stellt das "Abtauchen" in das Darknet dar. Auf dieser Seite können sie meine Erfahrungen über das Darknet mitverfolgen. DARKNETguide ist mein Tagebuch über den Versuch, mehr Anonymität im Internet zu erlangen.

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